27 September 2015

[Treibball 2.0 - neue Runde]

Das Wetter meinte es die Woche wieder gut mit uns und Dion und ich haben mal wieder den Treibball aus dem Keller geholt. Mein Plan/Wunsch war es, dass das Training dieses Mal ruhiger stattfindet. Dion sollte lernen den Ball kontrolliert vorwärts zu bewegen, sich dabei nicht mehr so drauf zu stürzen und mehr auf mich zu achten. Dion ist da ja eher der Typ Ballfanatiker. Unsere Herausforderung ist es also, dass die Orientierung auf das Objekt Treibball umkonditioniert werden muss auf die Orientierung auf mich als Person.

Ich war total stolz, dass Dion schon von Anfang an nicht mehr so aufgeregt war wie beim letzten Mal. Er war neugierig und hatte Interesse am Ball, war aber trotzdem entspannt und wartete auf meine Befehle. Ich konnte den Ball, nachdem ich diesen aus dem Keller geholt habe, bspw. einfach in den Flur legen und Dion stürzte sich nicht direkt drauf. Ganz gesittet konnte ich alle Utensilien, Treibball und Hund ins Auto ein- und auch wieder ausladen.



Unser Training fing damit an, dass Dion am Rand der Wiese absitzen musste und ich mich erst einmal alleine mit dem Ball beschäftigt habe. Er sollte währenddessen still sitzen bleiben, was bis auf einmal auch wirklich gut funktionierte. Alleine dafür hatte er sich schon mal eine Riesenmenge Hundekekse verdient. Denn beim letzten Mal hätte er nie so lange ausgehalten und hätte den Ball unbedingt stoppen wollen. Danach versuchten wir uns daran den Treibball gemeinsam zu treiben. Dazu positionierten wir uns beide an der gleichen Seite des Balls und ich stupste diesen unten leicht an, sodass er langsam [gefühlt wie in Zeitlupe] von uns wegrollte. Dion sollte dann ebenfalls, im Idealfall mit seiner Schnauze, den Ball vorwärts treiben. Seit kurzem haben wir mit dem Clickertraining angefangen, worauf ich in folgenden Blogeinträgen noch intensiver eingehen werde. Hier beim Treibballtraining hat mir der Clicker sehr geholfen, denn in den letzten Wochen habe ich das Kommando ´Touch` langsam mit ihm aufgebaut. Bei ´Touch`soll er einen Gegenstand mit der Nase berühren, in dem Fall also den Treibball. Wenn er es richtig macht -CLICK- und Leckerlie rein. Unser Clicker- Training findet immer sehr ruhig und ohne Aufregung statt. Diese Ruhe konnten wir nun glücklicherweise auch auf das Training mit dem Treibball übertragen und schafften es gemeinsam den Ball langsam zu treiben, wenn auch nicht wirklich weit.
Wir sind noch weit davon entfernt, dass Dion auf Kommando den Treibball in bestimmte Richtungen oder geschweige denn in ein Tor treibt. Trotzdem finde ich, dass wir schon echt große Fortschritte gemacht haben. Ich bin quasi über jeden Zentimeter stolz, denn Dion den Treibbal mit der Schnauze treibt und sich nicht einfach auf ihn stürzen will. Es macht mir unendlich Spaß das gemeinsam mit ihm zu erarbeiten.

Diesmal gibt es leider nicht so viele Bilder, weil ich alleine mit Dion trainiert habe und Treibball, Hund und Kamera nicht ganz so einfach miteinander zu kombinieren sind ... zumindest in der Bewegung, bei Stillstand hab ich dann schnell ein paar Schnappschüsse gemacht.





Der große Fortschritt bei dieser Trainingseinheit war, dass Dion schon viel viel ruhiger war und keinerlei Neigung mehr dazu hatte, in den Ball hineinzubeißen. Es sieht also so aus, als wenn unser abgewandelter Gymnastikball noch länger als Treibball überleben wird. Wir halten euch weiterhin über unsere Fortschritte oder eher Bemühungen auf dem Laufenden!




4 Kommentare
  1. Ganz klar, der Weg ist das Ziel. Toll das ihr solche Fortschritte macht und die Hauptsache ist, das es euch beiden Spaß macht. Freue mich auf mehr Treibballtreiben ;)
    LG Vanni mit Sandy

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    1. Getreu dem Motto: Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel :-)

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  2. huhu liebe julia,
    das klingt nach einem echten trainingserfolg. wir haben uns aus spaß auch mal einen treibball zugelegt, aber unsere hündin ist beim anblick dieses großen balls völlig aus den wolken gefallen und quasi auf ihn losgegangen. das hatte einen abgebrochenen zahn zur folge und auch wenn es ihr total spaß gemacht hat, den ball durch die gegend zu jagen, fand ich die situation furchtbar. vielleicht versuchen wir es aber auch mal mit einem weichen gymnastikball und ganz viel ruhe..scheint ja auch bei kamikaze-hunden zu funktionieren. ^^
    liebe grüße, kathy

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    1. Hallo Kathy,
      bei uns lief die erste Begegnung mit dem Treibball sehr ähnlich. Der Wechsel zum großen weichen Gymnastikball hat bei uns eine Menge gebracht und als es endlich klick bei Dion gemacht hat und er verstanden hat, dass es mein Ball ist und er sich nur mit mir gemeinsam damit beschäftigen darf ... hat ne Menge Zeit, Geduld und auch Nerven gekostet ;-)
      LG

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