27 November 2015

[Umzug mit Hund und dickem Bauch]

"Wo sich dein Herz wohlfühlt ist dein Zuhause."


Wir sind umgezogen und das nicht mal kurz um die Ecke oder ans andere Ende der Stadt, sondern von Niedersachsen nach Baden Württemberg. Der Zeitpunkt hierfür hätte eigentlich nicht schlechter gewählt sein können. Hochschwanger in der 37. Schwangerschaftswoche gibt es schönere Sachen als einen Umzug und mit der Nachricht der Frauenärztin im Ohr, dass das Kind schon so tief liegt, dass es so aussieht, als wenn es jederzeit losgehen könnte. Aber manchmal hat man auf Daten keinen Einfluss und muss es einfach so nehmen, wie es halt kommt. So kam es, dass wir letztes Wochenende mit Sack und Pack, dickem Babybauch und natürlich mit Hund umgezogen sind.




Unser Plan sah es eigentlich vor, dass wir jetzt schon seit mehreren Monaten in der neuen Wohnung leben, alles eingerichtet und uns schon richtig eingelebt haben. Jetzt wohnen wir seit nicht einmal einer Woche in der neuen Wohnung und hier herrscht noch ein ziemliches Chaos.

Aber es kam, wie es kommen musste. Wir fanden erst nichts Passendes für unsere kleine Familie und unseren kleinen, großen Liebling Dion und dann ging es auf einmal ganz ganz schnell. Es musste also alles ziemlich fix vorbereitet und umgesetzt werden und trotz alle dem mit so wenig Stress wie möglich.

Dions und meine oberste Maxime war also - STRESS VERMEIDEN. Frei übersetzt heißt das, dass wir beide den Umzug quasi überwachten und mein Mann schuften musste.

Normalerweise war es bisher immer so, dass Dion ziemlich aufgeregt war, wenn wir Sachen für Urlaube oder Kurztripps gepackt haben. Sobald ich in der Vergangenheit nur die großen Taschen rausgeholt habe, wäre er schon am Liebsten in den Kofferraum gesprungen, damit er auch ja nicht vergessen wird und mit dabei ist, sobald es losgeht.
Das war diesmal beim Umzugskartonspacken zunächst nicht anders. Dion stand quasi in Startposition an der Tür. Nach ganz kurzer Zeit hat er aber scheinbar kapiert, dass wir beziehungsweise eher mein Mann wie wild alles möglich einpacken, aber dass sonst rein gar nichts passiert. Außer dass sich die Umzugskartons in allen Räumen stapelten und wir nun ein kleines, eigenes Labyrinth in unserer Wohnung hatten. Die letzten Tage kurz vom Umzug hat ihn das Packen überhaupt nicht mehr interessiert.



Einen Tag bevor der LKW kam, habe ich angefangen Dions Sachen zu verpacken. Da war seine Neugierde natürlich wieder geweckt und er hat alles ganz genau inspiziert. Es hätte ja sein können, dass ich irgendwas vergesse einzupacken und das wäre natürlich eine riesige Katastrophe. Seine Lieblingssachen, wie Snoopy, wurden noch nicht verpackt. Die hatte er noch bis zum Ende zur freien Verfügung - also zum Schmusen, Spielen und natürlich Unfugmachen.

 
Als mein Mann, unsere Familie und Freunde den LKW beluden, stand Dion anfangs permanent im Weg. Er bestand darauf an jedem Karton einzeln zu schnuppern. Das war wahrscheinlich seine Art der Kontrolle. Er kam daher an die Leine und befand sich ab dann immer in dem Raum, in dem ich gerade war. Mit der Zeit wurde er ruhiger und döste / schlief dann sogar ein bisschen zwischendurch. Wir hatten leider niemanden, der ihn an dem Tag quasi zur Pflege nehmen konnte und er sollte deswegen auch nicht extra in die Hundepension. Daher war er mittendrin im Chaos.

Am Abend waren wir alle fix und fertig. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die erst am nächsten Morgen verladen werden sollten, war alles im LKW und Auto verstaut [es handelte sich hierbei übrigens um Millimeterarbeit]. Mein Vater schlief auf einer Luftmatratze, die nach ein paar Minuten leider wieder fast komplett leer war, mein Mann und ich auf Isomatten und Dion auf seinem gewohnten Polarpad direkt neben uns. Trotzdem wir echt kaputt waren, konnten wir einfach nicht einschlafen. Also außer Dion, der war sofort im Land der Träume und schnarchte wie zehn Riesen. Ich stellte dann fest, dass es auf Dions Polarpad viel weicher und bequemer war als auf meiner Isomatte. Dion musste sich dann also wohl oder übel die restliche Nacht sein Bettchen mit mir teilen. Ich glaube aber, dass er das überhaupt nicht schlimm fand, sondern eher sehr genossen hat.

Am nächsten Tag hatten wir über 600 km vom Norden in den Süden vor uns. Mein Mann fuhr schon nachts gegen vier Uhr mit dem LKW vor. Mein Papa und ich wollten uns so gegen sieben Uhr mit den Autos auf den Weg machen. Wir kamen aber natürlich nicht pünktlich weg und ich kann nicht einmal Dion die Schuld dafür in die Schuhe schieben. Denn der saß natürlich als aller Erster im Auto und wartete darauf, dass es losging. Ich hingegen stellte fest, dass es doch noch ein paar mehr Kleinigkeiten waren, die da ins Auto mussten. Vor der Fahrt gab es also nochmal eine Runde Tetris.


Die Fahrt verlief sehr ruhig und ohne irgendwelche Besonderheiten. Dion hat fast den kompletten Weg verschlafen, so wie eigentlich immer beim Autofahren.

Aufgrund der großen Distanz hatten wir nicht die Möglichkeit Dion schon einmal im Vorhinein mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Es musste also genügen, dass seine Sachen, wie Schlafplätze und Spielzeuge, als erstes in der Wohnung aufgebaut wurden. Ich versuchte die Reizüberflutung für ihn so gering wie möglich zu halten, was natürlich nicht ganz funktionierte. Denn er war eher mittendrin statt nur dabei. Er hatte ja an allen Umzugsarbeiten aktiv teilgenommen. Die Krönung wäre nur noch gewesen, wenn er beim Kistenschleppen mitgeholfen hätte. Seine Passion war aber eher das aktive mitten im Weg rumstehen.

Jetzt wohnen wir seit ein paar Tagen in unserer neuen Wohnung und ich bin absolut überrascht wie schnell Dion sich an unser neues Zuhause gewöhnt hat. Wenn wir sonst irgendwo zu Besuch sind, auch für mehrere Tage, dann wirkt er immer ein bisschen wie auf dem Sprung und beobachtet alle unsere Bewegungen ganz genau. Hier hat er sich sehr schnell entspannt, was meiner Meinung aber wahrscheinlich an den ganzen gewöhnten Gerüchen unserer Sachen liegt. Denn wir haben ja unser ganzes Hab und Gut mitgenommen.



Es war so süß, als ich einen Karton öffnete und Dion seinen geliebten Snoopy erspähte. Er lief mit seinem Lieblingskumpel erstmal durch die komplette Wohnung, als wenn er ihm alles zeigen wollte und seitdem sind die beiden wieder unzertrennlich. Da wo Dion ist, da ist auch Snoopy und andersherum.

Ich kann jetzt schon sagen - wir sind in unserer neuen Heimat angekommen und fühlen uns pudelwohl, auch wenn es hier noch einiges zu tun gibt, bis alles wirklich an seinem Platz steht.






Zuhause ist, wo die Liebe wohnt, wo Erinnerungen geboren werden, wo Freunde immer willkommen sind und jederzeit ein Lächeln auf dich wartet.






6 Kommentare
  1. Schön, dass ihr euch in eurem neuen Zuhause wohlfūhlt und alles gut abgelaufen ist. Ich hoffe, dass sich das Baby noch Zeit lässt. Freue mich, dass Dion sich gut eingelebt hat. Hauptsache Frauchen und Herrchen sind da, dann ist die Welt in Ordnung. Euch allen alles Gute in eurem neuen Heim.
    LG Oma

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    1. Wir fühlen uns hier schon sehr wohl. Die Wohnung und auch die Umgebung sind echt toll!!!

      Liebste Grüße Julia und *Pfotenklatscher* von Dion

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  2. Ich freue mich, dass ihr den Umzug gut überstanden habt und jetzt anfangen könnt, euch einzuleben und einzurichten ... falls sich der kleine Erdenbürger noch etwas Zeit lässt.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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    1. Bisher scheint es so als wenn uns der kleine Erdenbürger noch etwas Zeit lässt. Sie wartet wahrscheinlich lieber ab, bis alles an seinem Platz steht ;-)

      Liebe Grüße Julia und *Pfotenklatscher* von Dion

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  3. WIR ZIEHEN DEN HUT VOR EUCH!!
    Also wirklich, in der 37. SSW noch einen Umzug mit so einer langen Fahrt zu wuppen - aller höchsten Respekt. Wir hätten das nicht mehr hinbekommen.

    Jetzt wünschen wir euch noch eine entspannte Eingewöhnungszeit und viel Ruhe (soweit das geht) und dann nicht mehr sooo langes warten auf den Nacktwelpen ;) Und für die Geburt natürlich alles erdenklich Gute!!

    Liebe Grüße
    Abby und Diana

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    1. Wir hatten ja nicht wirklich eine Wahl ... wir mussten es einfach schaffen. Im Nachhinein betrachtet war der Umzug aber gar nicht so schlimm. Das Einräumen/Aufbauen jetzt ist um einiges nerviger und auch anstrengender. Langsam ist aber Licht am Ende des Tunnels erkennbar :-)

      LG Julia und *Pfotenklatscher* von Dion

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